Berichte

© Sigrid Euteneuer

Bild ist zum Teil mit KI erstellt

Vom fränkischen Adligen zum Schutzpatron der Falkner


 

 

​Der heilige Bavo von Gent (Geburtsnamen Allowin, auch Allowinus genannt) gehört zu den bedeutenden Gestalten der kirchenhistorischen Überlieferung Belgiens. Sein katholischer Gedenktag fällt auf den 1. Oktober. Bavo gilt als Schutzpatron der Städte und Bistümer Gent sowie Haarlem und der Falknerei.

Herkunft und weltliches Leben

​Allowin wurde um 589/590 im Haspengau (auch Hespengau) im heutigen Belgien geboren. Er entstammte einem adligen fränkischen Geschlecht. Laut seiner Vita war er der Sohn Pippins von Landen aus dem Brabanter Adel. Als Graf Allowin führte er zunächst ein standesgemäßes aber auch ausschweifendes Leben. Er war verheiratet und Vater einer Tochter.

​Bekehrung und Eintritt ins Kloster

 

​Der frühe Tod seiner Ehefrau sowie die Tugend seiner Tochter Agletrudis führten zusammen mit einer Predigt des Missionsbischofs Amandus von Maastricht zu einer grundlegenden Wende in Allowins Lebenswandel. Um das Jahr 650 vertraute er sich Bischof Amandus an, verkaufte darauf hin seine gesamte Habe und verteilte den Erlös an die Armen.

​In der Folgezeit begleitete er den Bischof auf dessen Missionsreisen durch Flandern. Nach der Rückkehr nach Gent trat er unter Abt Floribert von Gent in das neu gegründete Kloster St. Peter auf dem Blandinenberg (Kloster Ganda) ein und nahm den Ordensnamen Bavo an.

​Eremitentum und Tod

​Seine letzten Lebensjahre verbrachte Bavo als Eremit (Rekluse) in einer Einsiedelei bzw. in einem hohlen Baum im Wald nahe dem Kloster bei Maastricht. Er verstarb an einem 1. Oktober um die Mitte des 7. Jahrhunderts (ca. 654–659) 

in Gent. Reliquien, 

Geschichtsschreibung und Verehrung

​Schon kurz nach Bavos Tod entwickelte sich eine vielschichtige Verehrungsgeschichte:

• ​Frühes 9. Jahrhundert: Übertragung der Gebeine in das Kloster St. Peter (Kloster Ganda), das daraufhin in St.-Bavo-Abtei umbenannt wurde.

• ​Um 825: verfasst Abt Einhard in Gent die erste schriftliche Lebensbeschreibung (Vita Bavonis). Um das Jahr 1000 folgten drei weitere nach deren Vorbild.

• ​Um 950:  Seit der feierlichen Erhebung seiner Reliquien („Elevatio“) wurde Bavo als Heiliger und Patron der Stadtkirche in Gent verehrt.

• ​1540 / 1559: Nach der Aufhebung der Abtei St. Bavo im Jahr 1540 gelangten die Reliquien in die St.-Johannes-Kirche in Gent. Diese wurde 1559 zur Kathedrale erhoben und dem heiligen Bavo geweiht (St.-Bavo-Kathedrale).

 

Die Legende vom Falken und das Patrozinium

​Eine zeitlich und in ihren Ursprüngen unbestimmte Legende berichtet davon, dass Bavo beschuldigt wurde, einen Gerfalken gestohlen zu haben. Hierfür drohte ihm die Hinrichtung durch den Strang. Jedoch unmittelbar vor Vollstreckung des Urteils sei der Falke wieder erschienen, habe sich auf dem Galgen niedergelassen und so die Unschuld des Heiligen bewiesen.

​Aufgrund dieser Überlieferung gilt Bavo (neben dem orthodoxen Hl. Tryphon, Gedenktag 1. Februar) als einer von zwei Schutzheiligen der Falkner.

​Ikonographie und Attribute

​In der christlichen Ikonographie wird der heilige Bavo als Adliger oder Ritter dargestellt. Zu seinen typischen Attributen gehören:

• ​Ein Falke auf der Faust

• ​Ein Schwert

 

• ​Ein hohler Baum

 

Stammdaten

Geburtsname: Allowin (auch Allowinus)

• Geburtsdatum / -ort: Um 589/590 im Haspengau (im heutigen Belgien)

• Todesdatum / -ort: 1. Oktober (ca. 654–659) in Gent

• Gedenktag: 1. Oktober (katholisch)

• Historische Quellengrundlage: Erste schriftliche Vita (Vita Bavonis) verfasst um 825 unter Abt Einhard im Kloster Gent.

So wie die Jägerschaft den Gedenktag des heiligen Hubertus ehrt, sollten Falkner den Patronatstag des heiligen Bavo als ihren besonderen Feiertag würdigen.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Falknerinnen und Falknern einen schönen und besinnlichen Patronatstag.

 

FALKNERS-HEIL

Frank Schalwat, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

Federseminar 2026

Eine gelungene Seminarveranstaltung rund um die Feder

Hinter uns liegt ein rundum interessanter Seminartag des ODF-NRW, und dafür möchte ich mich ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken. Diese Seminarveranstaltung richtete sich in erster Linie an alle, die ihre Arten- und Sachkenntnis innerhalb dieser Themenkreise vertiefen wollten.

Am 18. Juli 2026 nahmen 19 Mitglieder der Komturei NRW des ODF in Scheuerfeld am Seminar "Faszination Feder-Feder-und Schiftseminar" teil. Hierfür stellte Andrea Latsch ihre Praxis- und Seminarräume zur Verfügung.

Faszination Feder

Der erste Teil der Veranstaltung diente dem Zweck, mittels der Präsentation der umfangreichen Präparate und den ergänzenden Erklärungen, eine Einführung in die Federbestimmunskunde und die Bestimmung von europäischen Greifvogel- und Falkenarten anhand von spezifischen Gefiedermerkmalen zu geben.

Kaum eine andere natürliche Struktur verbindet filigrane Ästhetik und praktische Funktionalität so perfekt wie eine Feder.

In diesem Themenfeld ging es über Grundlagenvermittlung der jagdlichen und falknerischen Ausbildung weit hinaus.

Einmal tiefer in die Vogelkunde hineinzuschauen war der gemeinsame Nenner der 19 Kursanten für die Teilnahme an diesem Seminar. Niemand wurde enttäuscht.

Ralph-G. Lösekrug in seiner sympathischen Art, präsentierte seine beeindruckende, wissentschaftliche Sammlung Bälger europäischer Greifvogel- und Falkenarten. Sein Seminar teilte sich in 3 Abschnitte: einen einleitenden Vortrag, einer Präsentation der umfangreichen Balgsammlung sowie praktischen Übungen zur Bestimmung von Federn.

Einsatzgebiete der " Federkunde" sind unter anderem auch im praktischen Natur- und Artenschutz zu finden.

Federn sind in der Natur in großer Stückzahl zu finden, sie verfügen über eine lange Haltbarkeit, welche die Bestimmbarkeit gefundener Federn, auch nach Jahren noch ermöglicht.

Ein sicherer Artnachweis ist somit auch ohne Sichtung lebender Exemplare möglich. Federn sind Träger vieler Informationen.

Hierzu gehören unter anderen die Bestimmbarkeit von Alter, Geschlecht und Mauserstand. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Methodik zur Bestimmung des Todeszeitpunktes von aufgefundenen Tieren. Hierfür spielt der Mauserstand des jeweiligen Exemplars eine maßgebliche Rolle.

Die Mauser bei Greifvögeln und Falken verläuft nach einem artspezifischen Schemata.

Ebenso spielen Alters- und Geschlechtsdimorphismus eine wichtige Rolle bei der Bestimmung. Die dicke der Federspule sagt etwas über das Körpergewicht eines Vogels aus. Das Großgefieder juveniler Vögel bei Greifvögeln und Falken ist häufiger länger als das Altersgefieder und weicht auch von der Färbung bei vielen Arten deutlich vom Alterskleid ab.

Ein wirklich faszinierendes Sachgebiet.

Im Anschluss an die Bestimmungspraxis wurde den Teilnehmern ein Einblick in die "trockene Welt" der geltenden Gesetze und Rechtsvorschriften gegeben, welche das Sammeln von Federn betreffen und je nach Bundesland variieren.

Nach einer kurzen Mittagspause in der alles bisher gelernte verdaut werden konnte, ging es in den zweiten Teil der Veranstaltung. Dr. Dominik Fischer stellte anhand seiner Powerpoint-Präsentation die Anatomie, Physiologie und Pathologie von Vogelfedern, die Möglichkeiten der Wiederherstellung von beschädigtem Großgefieder (das sogenannte Schiften) sowie das hierzu benötigte Equipment vor. Das Schiften ist eine, seit Jahrhunderten, praktizierte Methode der Falknerei, um gebrochene oder beschädigte Schwung- und Stoßfedern von Beizvögeln zu reparieren. Das Ziel des Schiften ist die Wiederherstellung der vollen Flugfähigkeit des Vogels ohne hierzu auf die nächste Mauser zu warten. Hierzu wurden auch moderne Techniken, Methoden und Hilfsmittel von Dr. Fischer vorgestellt und erläutert.

Ein höchst interessanter, sachlicher und fachlich fundierter Vortrag.

Ein wesentlicher Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung lag in der Gastfreundschaft und Organisation vor Ort. Hierfür geht mein Dank an die Gastgeber Andrea Latsch und Mike Thieke, welche ihre Räumlichkeiten hierzu zur Verfügung gestellt haben. Auch durch ihre hervorragende Bewirtung haben sie dafür gesorgt, dass man sich von der ersten Minute an rundum wohl gefühlt hat.

Natürlich gilt mein Dank ebenfalls den beiden Dozenten, Ralph Lösekrug und Dr. Dominik Fischer.

Ihre fachlich fundierten und zugleich überaus kurzweiligen Seminare haben tiefgreifende Einblicke in die jeweilige Thematik vermittelt.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

Falkners-Heil

 

Frank Schalwat

 

 

 

 

75 Jahre Hegering Freudenberg

Wir waren vor Ort und beantworteten den interessierten Besuchern jegliche Fragen rund um das Thema Beizjagd. Mit dabei waren Siggi, Sven, Jonas und  Mike.

Wieder mit dabei entspannte Greifvögel mit ihren Falknern

Anschauungsmaterial und Infothek für die Besucher

Musikalische Unterhaltung am Stand durch Jagdhornbläser des Hegering Freudenberg

Unser Stand in Freudenberg

August 2025

Treffpunkt Natur

Euskirchen

Stadtpark an der Erft

Entspannte Greifvögel...

Auch dieses Mal mit dabei unsere entspannten Greifvögel...

Geschüh anfertigen...

Am Stand konnte das Anfertigen von Geschüh, der Ausrüstung unserer Beizvögel bestaunt werden.

Falkner Mike und Falknerin Myra zeigen wie es geht.

Lernen durch Lehren...

Besucherandrang an unserem Stand.

Die Besucher lauschten den Erklärungen von Falkner Stefano.

Ausflug zum Imkerstand...

Während Falkner Stefanos Habicht versuchte herauszufinden was der Wespenbussard an Insekten findet, erkundete sein Falkner die Welt des Honigs.

Eine Geschmacksprobe durfte nicht fehlen.

 

Kinder- und Familienfest am Forsthaus Hohenroth
Veranstalter Waldland Hohenroth e.V.

Am 21.06.25 waren wir mit einem Stand in Hilchenbach bei Siegen vor Ort.

In mitten der Natur und bei bestem Wetter, kamen zahlreiche Besucher ob Groß oder Klein mit großem Interesse an unserem Stand vorbei. 

Wir freuen uns schon auf eine Wiederholung hoffentlich im nächsten Jahr.

 

 

Waldland Hohenroth

Hier ist der Sitz des Vereins Waldland Hohenroth e.V.

In malerischer Kulisse liegt hier das Forsthaus Hohenroth.

Heute wird das Forsthaus als Informationszentrum für Waldwirtschaft, Naturschutz und Waldbegegnung genutzt und durch den Verein finden dort auch regelmäßig Tagungen und Exkursionen, Seminare und Veranstaltungen statt.

Spielerisches Lernen...

Die kleinen Besucher konnten unter den strengen Augen von Wüstenbussard Sir Henry bei unserem Quiz zum kleinen Kinder Falknerschein mitmachen und eine Menge über Greifvögel, Eulen und Falken sowie über die Falknerei lernen.

Mal-Ecke 

Unsere Mal-Ecke für Kinder war von Anfang an sehr gut besucht und ein Highlight nicht nur für die Kleinen.

 

Information /Ausstellung

Von Ausrüstungsgegenständen bis zahlreichen Infomaterial , gab es vieles an unserem Stand zu bestaunen.

Ausschnitt unseres Standes

Hier wurden viele interessante und informative Gespräche geführt.

 

Tierische Begleitung

Unsere mitgebrachten tierischen Jagdhelfer ein Wanderfalke, Lannerfalke und Wüstenbussard konnten Sonne tanken und bei Bedarf ein feuchtes Bad nehmen.

Dies konnten die Besucher aus der Nähe beobachten und waren erstaunt über die Ruhe und Gelassenheit unserer Greifvögel und Falken.

 

Wir waren dabei...


beim diesjährigen Aktionstag im Wuppertaler Zoo zum Thema Naturschutz, Artenschutz und Klimaschutz

Mit von der Partie Falkner Stefano und sein Rabe Lea

 

Das Falknergespann brachte den kleinen Besuchern an unserem Stand die Bedeutung der Falknerei für die Natur und den Artenschutz näher!

Der Kleine Kinder Falknerschein


Die beiden Brüder Mats und Ole haben gestern den Kleinen Kinder Falknerschein mit Bravour bestanden.

Ihr könnt stolz auf euch sein!

 

 

Impressionen von unserem Stand

 

 

Neben tierischen Präparaten zum Erklären und Bestaunen, gab es vieles zu sehen nicht nur für die Kleinen.

 

Wir konnten allerlei für die Falknerei genutzte Ausrüstung zeigen und den Besuchern näher bringen.

 

Für die Kinder gab es eine bunte Malecke und einen Fragebogen zur Falknerei um den kleinen Kinderfalknerschein zu erhalten.

Bericht über die Kitzrettung von unserem Mitglied und Falknerin Birgit Tillmanns

Foto: Wärmebild Aufnahme mit einer Drohne © Hegering Korschenbroich

Falkner, Jäger, Naturschützer


Voraussetzung für den Falknerschein ist der Jagdschein und somit nicht nur die Ausbildung an der Waffe sondern das Erlernen von viel detailliertem Wissen über Wald, Wild und Ökologie, denn nur so kann man ein Revier nachhaltig pflegen und hegen.


Zu den schönsten Aufgaben gehört dabei die Kitzrettung in Kooperation mit unseren Landwirten.


In der Kreisjägerschaft Neuss Hegering Korschenbroich sind wir diesbezüglich sehr aktiv, stehen gern morgens um 4:00 h auf und fliegen mit unserer Drohne mit Wärmebildkamera die Flächen ab , die anschließend gemäht werden sollen.


Dabei sind uns vor ein paar Tagen wunderschöne Bilder eines ganz besonderen Momentes gelungen.
Unser Drohnenpilot konnte live die Geburt von Zwillingskitzen filmen!


So etwas ist bisher bei uns nicht vorgekommen und wir waren alle total begeistert.
Wichtig bei der Kitzrettung ist, den Kontakt mit den Kitzen- so süss sie auch sind- zu vermeiden damit die Mutter sie nicht verstösst. Handschuhe und dicke Grasbüschel helfen uns dabei die Kleinen in Sicherheit zu bringen.


So konnten wir allein in Korschenbroich im letzten Jahr über 30 Kitze finden und bergen.
Ein wirklich jedesmal besonderer Moment!


Die Wiese mit den Zwillingen bleibt vorläufig ungemäht, damit die Kleinen erstmal in Ruhe wachsen können.
Viel Spass beim anschauen der Bilder


Birgit Tillmanns
Falknerin ODF

Foto: Luftbildaufnahme mit Drohne: frisch gesetztes Rehkitz mit Ricke © Hegering Korschenbroich

Foto: Luftbildaufnahme mit Drohne: Ricke mit ihren grade gesetzten Zwillingskitzen © Hegering Korschenbroich 

Foto: Luftbildnahaufnahme mit Drohne: Ricke mit ihren grade gesetzten Zwillingskitzen © Hegering Korschenbroich

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